Neues aus Spinn-Werkstatt

Ich möchte euch heute meine neueste Erungenschaft zeigen, ein paar Handkarden. Beim Kauf von Karden muss man darauf achten, dass man die richtige Benadelung wählt, d.h. wie viele Nadeln  pro Quadratinch gesteckt sind. Das hängt davon ab, welche Art von Wolle man überwiegend verarbeiten möchte.

Ich habe mir die feinste Benadelung (für Angorawolle) die derzeit von Ashford erhältlich ist gekauft. Wenn ihr etwas scrollt findet ihr ein Video, wie das Kardieren funktioniert.

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Bisher habe ich die Wolle entweder als Kammgarn gekauft oder aus der Flocke gesponnen, d.h. die Wolle einfach so genommen wie sie vom Kaninchen kommt. Wie die Wolle frisch vom Kaninchen aussieht,  könnt ihr oben auf dem Bild schön sehen.

Durch das Kardieren werden die Haare in die gleiche Richtung gebracht, liegen danach also parallel nebeneinander. Das erleichtert das Spinnen. Außerdem wird dadurch die Wolle „durchmischt“ , das bedeutet, dass die Farbe des fertigen Garns gleichmäßiger wird.Die Haare der Satinangora-Kainchen sind lediglich an der Spitze voll durchgefärbt und werden zur Haarwurzel hin immer heller. Spinnt man aus der Flocke, sieht man danach die farbigen Stellen und die nahezu weißen Stellen nebeneinander. Wird das Ganze kardiert, wird der Farbton heller und das Weiß ist nicht mehr sichtbar:

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Dann wird das Ganze abgenommen und zu einem schönen Batt geformt:

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Diese Batts warten schon auf das Verspinnen. Die kleinen Batts links sind von Satinangora-Babys:WIN_20160902_06_38_37_Pro (2)

Die meisten verspinnen Satinangora aus der Flocke. Ich schätze mittlerweile das Kardieren davor, da Heureste, kleine Filze, Hautschuppen usw. weitestgehend entfernt werden. Dann ist ein Spinnen ohne Unterbrechen möglich und der Faden wird gleichmäßiger.

Auf dem Foto oben, kann man sehr gut die verschiedenen Kaninchenfarben erkennen: links Schwarzgranne (ja diese Kaninchen sind weiß ), dann chinchilla und lux bei der Babywolle, dann Wolle von wildfarbigen Kaninchen.

Gewaschen wird dann erst die fertig gesponnene Wolle. Kaninchen sind sehr saubere Tiere und achten selbst darauf, dass die Haare nicht schmutzig werden.

 

Ein Gedanke zu „Neues aus Spinn-Werkstatt

  1. Hallo, ich habe auch Angorakaninchen und habe mir ausprobiert, dass man mit Hundebürsten, welche wie kleine Karden aussehen, die Wolle gut kardieren und daraus Punies drehen kann, aus welchen das Spinnen der Angorawolle viel leichter geht. Klar sind das nur kleine Punies aber auch sie ergeben mindestens 2m Singlegarn.

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