Kategorie-Archiv: Satinangora

Babysatinangora

Das erste Satinangorababy ist ausgekämmt und hat wunderschöne Wolle. Jetzt ist es mir zum ersten Mal gelungen aus der Flocke einen schönen und gleichmäßigen Faden zu spinnen – ganz ohne kardieren:

Die Wolle wurde sofort am Tier aussortiert, verfilzte oder verunreinigte Wolle gleich an Ort und Stelle entsorgt. Ich habe die Wolle vorsichtig lose in ein Gefäß gelegt. Jetzt bin ich gespannt, ob ich auf das Kardieren generell verzichten kann oder ob es Zufall ist.

Da Babysatinangora sehr kurz und sehr fein ist, werde ich mit einem anderen Material zwirnen, damit es ein strapaierfähiges Garn wird.

Hier könnt ihr das Häslein im Alter von 3 Wochen sehen:

 

Ein gutes neues Jahr

wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern!

Weihnachten ist vorbei und damit ihr nicht denkt, ich hätte da gar nichts gemacht, zeige ich euch mal neue Bilder.

Zum einen habe ich wieder Sockenwolle gesponnen, ein Singlefaden Satinangora, ein Singlefaden Wolle-Leinen-Gemisch, 265m pro 100g sind es geworden:

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Es sind 40% Satinangora, 33%Wolle, 18% Leinen und 9% Polyamid.

Dann habe ich ein Wolle-Nylon-Gemisch zur Hälfte mit Satinangora kardiert und versponnen. Hier die mit Handkarden kardierte Wolle:

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Die Durchmischung ist noch nicht optimal, aber das Spinnergebnis für Sockenwolle schon mal ganz gut mit 340 pro 100g:

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Hier sind es 50% Satinangora, 35% Wolle und 15% Nylon.

Jetzt darf sich Petra aussuchen, welche Wolle sie möchte!

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Nikolo bum bum …

Nachdem ich vor einiger Zeit die Satinangorasocken von meinem Mann zu heiß gewaschen habe, mussten neue her. Diese Wolle hat schon 210m/100g. Es wird immer besser Superwarme Socken mit einem Faden Satinangora verzwirnt mit Wolle/Nylon.

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Diese Mischung hat sich als sehr strapazierfähig bewährt  – trage selber welche in Gummistiefeln.

Wenn ich früher gesehen habe, dass Leute Sockenwolle spinnen, dachte ich mir immer: Es gibt so tolle Sockenwolle zu kaufen. Tja und jetzt hat es mich selber erwischt.

 

Neues aus Spinn-Werkstatt

Ich möchte euch heute meine neueste Erungenschaft zeigen, ein paar Handkarden. Beim Kauf von Karden muss man darauf achten, dass man die richtige Benadelung wählt, d.h. wie viele Nadeln  pro Quadratinch gesteckt sind. Das hängt davon ab, welche Art von Wolle man überwiegend verarbeiten möchte.

Ich habe mir die feinste Benadelung (für Angorawolle) die derzeit von Ashford erhältlich ist gekauft. Wenn ihr etwas scrollt findet ihr ein Video, wie das Kardieren funktioniert.

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Bisher habe ich die Wolle entweder als Kammgarn gekauft oder aus der Flocke gesponnen, d.h. die Wolle einfach so genommen wie sie vom Kaninchen kommt. Wie die Wolle frisch vom Kaninchen aussieht,  könnt ihr oben auf dem Bild schön sehen.

Durch das Kardieren werden die Haare in die gleiche Richtung gebracht, liegen danach also parallel nebeneinander. Das erleichtert das Spinnen. Außerdem wird dadurch die Wolle „durchmischt“ , das bedeutet, dass die Farbe des fertigen Garns gleichmäßiger wird.Die Haare der Satinangora-Kainchen sind lediglich an der Spitze voll durchgefärbt und werden zur Haarwurzel hin immer heller. Spinnt man aus der Flocke, sieht man danach die farbigen Stellen und die nahezu weißen Stellen nebeneinander. Wird das Ganze kardiert, wird der Farbton heller und das Weiß ist nicht mehr sichtbar:

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Dann wird das Ganze abgenommen und zu einem schönen Batt geformt:

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Diese Batts warten schon auf das Verspinnen. Die kleinen Batts links sind von Satinangora-Babys:WIN_20160902_06_38_37_Pro (2)

Die meisten verspinnen Satinangora aus der Flocke. Ich schätze mittlerweile das Kardieren davor, da Heureste, kleine Filze, Hautschuppen usw. weitestgehend entfernt werden. Dann ist ein Spinnen ohne Unterbrechen möglich und der Faden wird gleichmäßiger.

Auf dem Foto oben, kann man sehr gut die verschiedenen Kaninchenfarben erkennen: links Schwarzgranne (ja diese Kaninchen sind weiß ), dann chinchilla und lux bei der Babywolle, dann Wolle von wildfarbigen Kaninchen.

Gewaschen wird dann erst die fertig gesponnene Wolle. Kaninchen sind sehr saubere Tiere und achten selbst darauf, dass die Haare nicht schmutzig werden.