Kategorie-Archiv: Spinnen

Nikolo bum bum …

Nachdem ich vor einiger Zeit die Satinangorasocken von meinem Mann zu heiß gewaschen habe, mussten neue her. Diese Wolle hat schon 210m/100g. Es wird immer besser Superwarme Socken mit einem Faden Satinangora verzwirnt mit Wolle/Nylon.

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Diese Mischung hat sich als sehr strapazierfähig bewährt  – trage selber welche in Gummistiefeln.

Wenn ich früher gesehen habe, dass Leute Sockenwolle spinnen, dachte ich mir immer: Es gibt so tolle Sockenwolle zu kaufen. Tja und jetzt hat es mich selber erwischt.

 

Neues aus Spinn-Werkstatt

Ich möchte euch heute meine neueste Erungenschaft zeigen, ein paar Handkarden. Beim Kauf von Karden muss man darauf achten, dass man die richtige Benadelung wählt, d.h. wie viele Nadeln  pro Quadratinch gesteckt sind. Das hängt davon ab, welche Art von Wolle man überwiegend verarbeiten möchte.

Ich habe mir die feinste Benadelung (für Angorawolle) die derzeit von Ashford erhältlich ist gekauft. Wenn ihr etwas scrollt findet ihr ein Video, wie das Kardieren funktioniert.

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Bisher habe ich die Wolle entweder als Kammgarn gekauft oder aus der Flocke gesponnen, d.h. die Wolle einfach so genommen wie sie vom Kaninchen kommt. Wie die Wolle frisch vom Kaninchen aussieht,  könnt ihr oben auf dem Bild schön sehen.

Durch das Kardieren werden die Haare in die gleiche Richtung gebracht, liegen danach also parallel nebeneinander. Das erleichtert das Spinnen. Außerdem wird dadurch die Wolle „durchmischt“ , das bedeutet, dass die Farbe des fertigen Garns gleichmäßiger wird.Die Haare der Satinangora-Kainchen sind lediglich an der Spitze voll durchgefärbt und werden zur Haarwurzel hin immer heller. Spinnt man aus der Flocke, sieht man danach die farbigen Stellen und die nahezu weißen Stellen nebeneinander. Wird das Ganze kardiert, wird der Farbton heller und das Weiß ist nicht mehr sichtbar:

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Dann wird das Ganze abgenommen und zu einem schönen Batt geformt:

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Diese Batts warten schon auf das Verspinnen. Die kleinen Batts links sind von Satinangora-Babys:WIN_20160902_06_38_37_Pro (2)

Die meisten verspinnen Satinangora aus der Flocke. Ich schätze mittlerweile das Kardieren davor, da Heureste, kleine Filze, Hautschuppen usw. weitestgehend entfernt werden. Dann ist ein Spinnen ohne Unterbrechen möglich und der Faden wird gleichmäßiger.

Auf dem Foto oben, kann man sehr gut die verschiedenen Kaninchenfarben erkennen: links Schwarzgranne (ja diese Kaninchen sind weiß ), dann chinchilla und lux bei der Babywolle, dann Wolle von wildfarbigen Kaninchen.

Gewaschen wird dann erst die fertig gesponnene Wolle. Kaninchen sind sehr saubere Tiere und achten selbst darauf, dass die Haare nicht schmutzig werden.

 

Babywolle verarbeiten

Ich habe bei meinen Satinangora „Babys“  Nestwolle  geerntet. Sie ist wesentlich kürzer als bei den erwachsen Tieren und es heißt immer wieder, es lohne sich nicht, sie zu verarbeiten, weil sie so fein ist, dass sie leichter filzt und nicht so gut hält.

Ich lasse mich zwar von fremden Einflüssen inspirieren, aber nicht abschrecken und habe die Wolle trotzdem versponnen. Dann kam ich auf die Idee, den Singlefaden mit meinem feinem Kaschmir zu verzwirnen und das Ergebnis sieht so aus, nach dem Zwirnen, Baden und Trocknen:

Baby - Satinangora Kaschmir

Heute früh habe ich dann sofort angestrickt, um zu sehen, ob sich das Ganze verzieht und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden:

Versuch

Ich werde also mein restliches Babyangora verspinnen und mit Kaschmir zwirnen. Es soll ein Tuch für mich werden und dann werde ich sehen, was es aushält.

Kuschelsocken für den Mann

Endlich sind die Socken aus dem letzten Post fertig gestrickt, gewaschen und getrocknet. Jetzt kommt dann der Härtetest, wie strapazierfähig sie sind. Sollten sie empfindlich sein, werden sie wohl Bettsocken werden.

Satinangorasocken

Für das nächste Paar ist der Singlefaden in BFL mit Nylon bereits versponnen und wartet auf den zweiten Satinangora. Das gibt dann Socken für mich 🙂