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Trachtensocken

Ihr erinnert euch an meinen Mischversuch und das daraus gestrickte Muster:

50% Satinangora gelb, 25% Merino, 12.5 % Tussah Seide und 12,5% Leinen

Nun wurden von dieser Mischung nochmal 120g insgesamt kardiert und 4-fädig versponnen.  Das Ergebnis war zunächst überdreht, nach dem Entspannungsbad aber gut ausgeglichen.

Optisch erinnert es mich immer an eine Paketschnur, aber es fühlt sich sehr weich an:

4-fädiges Garn

Ich habe mit 2.5 Nadeln  zunächst 68  Maschen angeschlagen. Für den Musterteil habe ich zusätzlich 5 Maschen aufgenommen, da die Zugmaschenmuster immer etwas zusammenziehen.

Die Muster habe ich aus Lisl Fanderls „Bäuerliches Stricken“ (Werbung) ausgewählt.

Auf der Wadenseite sehen die Socken so aus:

Die Vorderseite sieht so aus:

Die Fersenwand stricke ich immer verstärkt. Beim Gestrick sieht man auch schon wieder ganz leicht die „Wuschelhaare“ der Satinangora.

Warme Füsse braucht der Mensch

Laut Wetterbericht soll es so kalt bleiben.

Meine Satinangora-Socken   haben sich bestens bewährt. Sie sind sehr warm und strapazierfähig.

Allerdings möchte ich von der Nylon Beimischung weg. Nach langer Suche habe ich mich für eine Mischung aus 50% Merino, 25% Leinen und 25% Tussahseide entschieden. Vom Leinen erhoffe ich mir, dass die Socken gut strapazierfähig werden.

Diesen Kammzug habe ich versponnen und mit zwei Fäden gelber Satinangora verzwirrnt, damit ich auf Sockenwollstärke  komme. Mit nur einem Satinangorafaden wurde die Wolle zu dünn. Das Ergebnis sieht so aus:

60% Satinangora gelb, 20% Schurwolle, 10% Leinen, 10% Tussahseide

In einem weiteren Versuch habe ich Satinangora, Schurwolle, Leinen und Tussahseide miteinander kardiert und 4-fädig verzwirrnt. Diese Probe gefällt mir am besten:

50% Satinangora, 25% Merino, 12,5 % Leinen, 12,5 % Tussahseide

Jetzt wird nochmal neu gemischt, gesponnen und neue Socken gestrickt. Auch diese Socken werden wieder einem Härtetest unterzogen. Kuschlig warm werden sie auf alle Fälle.

 

Babywolle verarbeiten

Ich habe bei meinen Satinangora „Babys“  Nestwolle  geerntet. Sie ist wesentlich kürzer als bei den erwachsen Tieren und es heißt immer wieder, es lohne sich nicht, sie zu verarbeiten, weil sie so fein ist, dass sie leichter filzt und nicht so gut hält.

Ich lasse mich zwar von fremden Einflüssen inspirieren, aber nicht abschrecken und habe die Wolle trotzdem versponnen. Dann kam ich auf die Idee, den Singlefaden mit meinem feinem Kaschmir zu verzwirnen und das Ergebnis sieht so aus, nach dem Zwirnen, Baden und Trocknen:

Baby - Satinangora Kaschmir

Heute früh habe ich dann sofort angestrickt, um zu sehen, ob sich das Ganze verzieht und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden:

Versuch

Ich werde also mein restliches Babyangora verspinnen und mit Kaschmir zwirnen. Es soll ein Tuch für mich werden und dann werde ich sehen, was es aushält.